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AMSTEG SCHWEIZ, BERGUNG TBM
Bauherr: Alp Transit Gotthard AG
Auftraggeber: AGN Arbeitsgemeinschaft Gotthard Basistunnel Los Amsteg
Bauzeit: von Juli/2005 bis Dezember/2005
Veranlassung: Im Zuge der Errichtung des Gotthard Basistunnels in der Schweiz kam es im Sommer 2005 im Baulos Amsteg zu einem massiven Nachbruch aus einer bis dahin im vorgefundenem Ausmaß und festgestellter Qualität nicht bekannten Störzone. Das einbrechende mit Bergwasser vermischte Gestein schlämmte die TBM derart ein, dass ein weiterer Vortrieb unmöglich gemacht wurde. Eine untertägige Bergung der TBM mit Gegenvortrieb in Neuer Österreichischer Tunnelbauweise konnte erst nach Durchführung umfangreicher Bohr- und Injektionsmaßnahmen aufgenommen werden.
Vorgehensweise: Das Tragverhalten des hydrothermal zersetzten, die Störzone füllenden aufgelockerten Gesteins, sowie des Verbruchkegels wurde durch eine mehrstufige Manschettenrohrinjektion entscheidend verbessert. Zuvor war es jedoch erforderlich durch gezielte Injektion eines Zweikomponenten-Silikatgels im Bereich des Schneidrades die TBM vor Beschädigung durch eindringende Zement-Bentonit-Suspension zu schützen. Im gesamten Injektionsbereich mit einem Volumen von ca. 3500m³ wurden ca. 3300m Injektionsbohrungen fächerförmig mit maximalen Zielpunktabständen von 1,5m niedergebracht. In die bis zu 30m langen Bohrungen wurden 1½ Zoll Manschettenrohre mit 33cm Manschettenabstand eingebracht. Ein werkseitig vorgemischtes hydraulisches Bindemittel auf Basis von Ölschieferzement mit einer Mahlfeinheit von ca. 8000 Blaine erwies sich als geeignet. Die Überprüfung des Injektionserfolges wurde durch die visuelle Beurteilung von Bohrkernen aus dem Injektionskörper und durch laufende Auswertung und Interpretation der Injektionsdaten sichergestellt. |  |  |
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