Baugrunderkundung


SEMMERING BASISTUNNEL NEU

Bauherr: ÖBB Infrastruktur Bau AG
Auftraggeber: ARGE Semmering Basistunnel Neu
Bauzeit: von Juni/2008 bis Juni/2009

Veranlassung: Anfang 2008 schloss die ÖBB Infrastruktur Bau AG das Auswahlverfahren für die Trassenführung des Semmering Basistunnels ab und gab im Folgenden Probebohrungen für die Umweltverträglichkeitsprüfung der ausgewählten Variante Pfaffensattel in Auftrag, welche nun seit Mitte 2008 von der ARGE Aufschluss Semmering Basistunnel Neu (ARGE SBTN), an der die INSOND Spezialtiefbau Ges.m.b.H. zu einem Drittel beteiligt ist, durchgeführt werden.

Vorgehensweise: Anfangs werden die Bohrungen durch die anstehenden Lockergesteinsschichten der geologisch jungen Überlagerungen mit einem Einfachkernrohr im Trockenkernbohrverfahren abgeteuft. Ab dem Antreffen von Festgestein wird die Bohrung mittels Seilkernrohr (CSK 176mm bis mind. 200m und CSK 146mm bis E.T.) mit Reinwasserspülung oder Spülmittelzusätzen (großteils GS 550 oder Bentonit) abgeteuft. Hierbei werden die Bohrungen vom ersten Meter an mit Hilfe von exges-Bohrdatenschreibern aufgezeichnet und überwacht, so dass alle Bohrparameter dem Bauherrn und dem Geologen zur Verfügung stehen. Während und nach Abteufung der Bohrung werden umfassende geophysikalische und hydrogeologische Versuche im Bohrloch, sowie Kaliber- und Bohrlochverlaufmessungen durchgeführt.

Projektumfang: Der Gesamtauftrag umfasst 50 Bohrungen mit Tiefen von 20 - 720m mit einer Gesamtsumme von 15821m, darunter Schrägbohrungen bis 45°, Pegeleinbauten bis 700m, wobei höchste Anforderung an Bohrqualität und -genauigkeit gelegt wird. Der Anteil der INSOND Spezialtiefbau Ges.m.b.H. umfasst insgesamt 11 Bohrungen (2 schräg) im Ausmaß von 4850m mit Tiefen zwischen 200m und 700m.

Geräteeinsatz: Zum Einsatz kommen zwei Drehbohranlagen auf LKW Typ RB 50 und RB 40 des Herstellers PRAKLA, sowie eine CASAGRANDE M9-1 mit Raupenfahrwerk für die Schrägbohrungen, und eine WIRTH ECO 1.